Was ist Mama-Baby-Yoga

Rückbildung, Babyturnen, Mama Baby Spielzeit? ... Was genau ist Mama-Baby-Yoga, was kann ich mir darunter vorstellen, wie läuft so eine Yogaeinheit ab und für was ist sie gut?

Ab wann Mama-Baby-Yoga? Wochenbett und die Zeit nach der Geburt

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Gleich eines vorweg, ich bin keine Hebamme oder Rückbildungsexpertin, ich bin zertifizierte Mama-Baby-Yogalehrerin und habe selbst 4 Kinder auf die Welt gebracht, was ich hier in diesem Artikel schreibe sind meine persönlichen Erfahrungen und das was ich in meiner Ausbildung gelernt habe. Dies ersetzt kein Gespräch mit deinem Arzt oder deiner Hebamme.

Grundsätzlich gilt, bevor du irgendeine Art von sportlicher Betätigung nach der Geburt machen möchtest, bespricht dies mit deinem Arzt oder deiner Hebamme.

 

Nach der Geburt deines Babys, egal ob auf natürlichem Weg oder mit Kaiserschnitt, braucht dein Körper Ruhe um sich von der Geburt zu erholen und zu regenerieren. Vielleicht müssen auch Geburtsverletzungen verheilen, vor allem nach einem Kaiserschnitt braucht dies seine Zeit. Habe Geduld mit dir und deinem Körper.

Du und dein Baby könnt diese Zeit der Ruhe wunderbar nutzen um euch kennen zu lernen, als Familie zusammen zu wachsen und einen gemeinsamen Alltag zu entwickeln. Außerdem hat dein Baby so auch die Möglichkeit sich an diese neue, bunte, laute Welt zu gewöhnen.

Dies sind alles Gründe mit jeglicher Art von Sport oder intensiverer Bewegung erst bis zu 8 Wochen, bei einem Kaiserschnitt 12 Wochen nach der Entbindung zu warten. Ich persönlich empfehle generell nach 12 Wochen mit Mama-Baby-Yoga zu starten, um auch dem Baby noch ein wenig mehr Zeit zu geben um anzukommen und mit der Situation besser umgehen zu können ohne zu sehr überfordert zu sein.

Mama-Baby-Yoga findet üblicherweise in Gruppen statt, die Umgebung ist neu, die Stimmen und Geräusche sind neu und vielleicht empfindet manches Baby anfangs die anderen Babys als irritierend. Von Einheit zu Einheit gewöhnt es sich daran und es wird einfacher.  Aber hier gilt, jedes Baby ist anders und manchen macht eine neue Situation gar nichts aus. Du kennst dich, deinen Körper und dein Baby am Besten und kannst am Besten einschätzen, wann der richtige Zeitpunkt für euch ist zu starten.

 


Was ist Mama-Baby-Yoga?

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Mama-Baby-Yoga ist Yoga gemeinsam mit seinem Baby mit Rücksicht auf deine Rückbildung. Es werden Yoga-Haltungen ausgeübt die dich dabei unterstützen deinen Beckenboden zu erspüren und zu kräftigen, die dir helfen wieder beweglicher und fitter zu werden und deinen Körper zu kräftigen. Dabei wird darauf geachtet dich nicht zu überfordern, deinen Körper nicht zu früh zu überlasten, auf eventuelle Nachwirkungen der Geburt zu achten und auch deine Bauchmuskeln schrittweise und langsam zu stärken um eine bleibende Überdehnung deiner geraden Bauchmuskeln (Rektusdiastase) zu verhindern.

 

Dein Baby wird dabei spielerisch mit eingebaut, entweder mit ein paar Handgriffen aus der Babymassage, kleine Spiele oder auch sanfte Baby-Turnübungen.

Wenn Mama ihre Yogahaltungen ausführt ist das Baby so gut wie immer involviert, es wird darauf geachtet, dass das Baby Blick- oder Körperkontakt mit Mama hat. Bei manchen Haltungen liegt es auf der Matte und Mama beugt sich über das Baby, bei anderen liegt es am Bauch oder auf der Hüfte von Mama, oder die Mutter hat das Kleine am Arm.

Oft werden auch Hilfsmittel wie bunte Tücher, Bälle oder Stofftiere verwendet um das Kleine gut zu unterhalten während Mama gerade zum Beispiel in der Tigerhaltung  ihre Bewegungen ausführt.

Auch Atemübungen dürfen im Yoga nicht fehlen und lassen sich gut mit dem Baby einbauen.

Der Abschnitt der sich am Meisten von üblichen Yogaeinheiten unterscheidet ist die Endentspannung. Meist werden die Babys gegen Ende der Yogaeinheit müde oder hungrig und wollen nicht mehr auf der Matte liegen, weshalb eine liegende Endentspannung nur in den seltensten Fällen durchführbar ist. Häufiger ist eine sitzende Position mit dem Baby am Schoss oder am Arm, ein wenig kuscheln, spielen oder singen um noch einen Moment nach zu spüren.

Eine weitere Möglichkeit, wenn die Babys gar nicht mehr stillsitzen wollen, ist eine Gehmeditation. Hier hat man das Baby am Arm und geht zu ruhigen Klängen im Raum umher, versucht mit der Aufmerksamkeit bei sich und seinem Baby zu bleiben und auf den eigenen Atem zu achten.

Zu Anfang und Ende jeder Stunde findet sich auch immer Zeit für Fragen und Austausch in der Gruppe.


Was bewirkt Mama-Baby-Yoga?

Mama-Baby-Yoga ist ein erster Schritt um wieder fitter zu werden, den Körper langsam und sanft zu beginnen wieder zu Formen. Ein großes Augenmerk liegt hier in der Arbeit mit dem Beckenboden.

Durch die Schwangerschaft und vor allem die Geburt ist der Beckenboden nicht mehr so kräftig wie davor und es gilt diesen wieder zu trainieren und zu kräftigen um etwaigen Langzeitproblemen, wie zum Beispiel Harninkontinenz, vorzubeugen. Im Yoga haben wir mit zahlreichen Asanas die Möglichkeit hier, zusätzlich zu Übungen die dir dein/e Physiotherapeut/in empfiehlt, unterstützend einzugreifen. Es wird auch Rücksicht darauf genommen die einzelnen Schichten der Bauchmuskulatur langsam, sanft und schrittweise zu stärken um eine Rektusdiastase nicht zu verstärken. Die Muskulatur der Beine, Arme und des Rückens werden gestärkt und Verspannungen in den Schultern oder Nacken werden gelöst. Zusätzlich zu diesen körperlichen Wirkungen, hat Yoga einen großen Einfluss auf deine mentale Gesundheit, die Übungen werden im Atemfluss ausgeführt was zusätzlich eine entspannende Wirkung auf deine Psyche hat. Dein Kreislauf und dein Immunsystem werden angekurbelt und du verbringst wertvolle Zeit mit deinem Baby. All dies führt zu einer gefestigten und entspannten Beziehung zwischen dir und deinem Baby.

Yoga stärkt das Wohlbefinden und damit auch das Selbstwertgefühl, all diese positiven Auswirkungen übertragen sich auch auf dein Baby, den dein Baby spürt wenn es dir gut geht und damit geht es ihm auch gut.

Außerdem verbringt man die Zeit mit Gleichgesinnten und hat die Möglichkeit sich mit anderen frisch gebackenen Mamis auszutauschen. Und auch die/der Yogalehrer/in ist immer offen für Fragen und hat vielleicht auch den ein oder anderen Tipp.


Was machen wenn mein Baby unruhig ist, quengelt oder gar zu schreien beginnt?

Viele Mamas verunsichert der Gedanke, dass gerade das eigene Baby in den Yogaeinheiten unruhig ist oder vielleicht zu schreien beginnt und sich nicht beruhigen lässt. Sie wollen nicht, dass andere Mamas in ihrem Yoga gestört werden oder andere Babys beginnen mit zu weinen. Manchmal macht es aber auch die Mami unrund weil sie nichts verpassen will und bei allen Übungen mit machen möchte.

Zur Beruhigung, alle Mamis sitzen im selben Boot, es ist vollkommen normal, dass das ein oder andere Kind zu quengeln oder schreien beginnt. Alle Mamas wissen das und keine Mama wird deswegen genervt oder böse sein, meist wechseln sich die Babys ab und das Baby das in der letzten Einheit ganz ruhig und entspannt war schreit möglicherweise in der nächsten Einheit, oder umgekehrt.

 

Sollte dein Baby Hunger haben oder einen Moment Ruhe brauchen, bietet fast jedes Yogastudio eine Ecke an in der du dich mit deinem Baby zurückziehen kannst und einen Moment zur Ruhe kommen kannst oder Stillen oder Füttern kannst.

 

Es schadet auch nicht ein wenig Spielzeug mitzunehmen.

 

Üblicherweise achten die Yogalehrer darauf, dass das Licht nicht zu grell ist, keine laute Musik gespielt wird und es nicht zu heiß oder zu kalt ist um die Umgebung so angenehm wie möglich für die Babys zu machen. Solltest du trotzdem merken, dass deinem Baby etwas im Raum stört, sprich den oder die Lehrer/in einfach an, vielleicht lässt sich etwas ändern oder vielleicht hat er oder sie Tipps wie man die Situation angenehmer machen kann.


Für welches Alter ist Mama-Baby-Yoga geeignet?

Mama-Baby-Yoga ist für Babys im 1. Lebensjahr geeignet, sobald sie selbständig laufen können wird es schwieriger, da sie kaum noch bei Mama und der eigenen Matte bleiben möchten, das Erkunden des Raumes und der anderen Babys spannender ist.

Wenn es die Nachfrage zulässt ist es auch ideal wenn es eine altersmäßige Unterteilung in 2 Gruppen gibt, für Babys bis zu 6 Monaten und für Babys ab 6 Monaten bis 12 Monaten. Da die Asanas und der Ablauf sich unterscheiden können, mit Mamas deren Geburt länger als 6 Monate zurückliegen werden Asanas ausgeführt die die Bauchmuskeln stärken, wohingegen bei Mamas bei welchen die Geburt kürzer zurückliegt, die Konzentration stärker auf dem Beckenboden liegt und die Bauchmuskel noch sehr sanft trainiert werten sollten.

Aber auch vom Alter der Babys ist eine Unterteilung oft zu empfehlen, da sie sich in ihrer Entwicklung  stark unterscheiden. Kleine Babys die noch viel liegen und etwas größere Babys die schon sitzen oder auch krabbeln können. Babymassage ist zum Beispiel eher für die Kleinen geeignet, die Größeren können dafür schon auf Mamas Schoss oder Bauch sitzend die Asanas mitmachen.

Manchmal ist eine Unterteilung aber schlichtweg nicht möglich, dann hat der/die Lehrer/in zahlreiche Möglichkeiten um auf die unterschiedlichen Bedürfnisse zu reagieren, Asanas zu variieren und auch an die Babys anzupassen.

 

Im Moment glaube ich, habe ich alles erwähnt, dass mir wichtig ist, sollte ich etwas vergessen haben oder du eine Frage haben, dann schreib mir doch einfach und ich beantworte sie dir gerne.

 

Alles Liebe

Deine Nicole


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